ANHANG

Allgemeines

Aufstellung des Konzernabschlusses

Den vorliegenden Konzernabschluss der KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal, Deutschland (KSB AG), haben wir nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Dabei haben wir das Rahmenkonzept sowie alle am Bilanzstichtag gültigen Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) angewendet. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS).

Die KSB AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein unter der Nummer HR B 21016 eingetragen und hat ihren Firmensitz in Frankenthal / Pfalz, Deutschland.

Der Konzernabschluss wurde unter der Going-Concern-Prämisse gemäß IAS 1.25 aufgestellt.

Der vorliegende Konzernabschluss, der vom Aufsichtsrat voraussichtlich am 27. März 2012 gebilligt wird, wurde vom Vorstand am 9. März 2012 freigegeben.

Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr.

Alle wesentlichen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind gesondert dargestellt und in diesem Anhang erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Somit steht der Konzernabschluss der KSB AG in Einklang mit den IFRS. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktbewertung bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie bei der erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente).

Erstmalige Anwendung neuer und überarbeiteter Standards

Die folgenden neuen Interpretationen sowie die überarbeiteten Standards des International ­Accounting Standards Board (IASB) waren erstmalig für das Geschäftsjahr 2011 anzuwenden:


  • IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen“ in Verbindung mit IFRS 8 „Geschäftssegmente“

  • IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“

  • IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“ in Verbindung mit IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“

  • IFRIC 14 „IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung“

  • IFRIC 19 „Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente“ in Verbindung mit IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“

  • „Jährliche Verbesserungen 2010“

Grundsätzlich verzichten wir auf eine freiwillige vorzeitige Anwendung der folgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen:


  • IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ (ab 1. Januar 2012) Die Änderungen betreffen die verpflichtende Aufteilung der Erfolgsrechnung in „Gewinn oder Verlust“ und „sonstiges Ergebnis“ sowie die Darstellung des sonstigen Ergebnisses (OCI).

  • IAS 12 „Ertragsteuern“ (für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen) Die Änderungen betreffen die Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40.

  • IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ (ab 1. Januar 2013) Die Änderungen betreffen die Abbildung betrieblicher Versorgungswerke.

  • IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“ (für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen) Die Änderungen betreffen Erstanwender der IFRS sowie Unternehmen mit Hyperinflation.

  • IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“ (für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen) Die Änderungen betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte.

  • IFRS 9 „Finanzinstrumente“ (für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen) Die Ergänzungen betreffen die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

  • IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ (für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen) Der Standard liefert Definitionen zur Abgrenzung des Konsolidierungskreises.

  • IFRS 11 „Gemeinschaftliche Vereinbarungen“ (für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen) Der Standard betrifft Unternehmen, die gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausüben.

  • IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“ (für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen) Der Standard regelt die Anhangangaben zu Unternehmensverbindungen im Konzern­abschluss und Joint Arrangements.

  • IFRS 13 „Bewertung zum beizulegenden Zeitwert“ (für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen) Der Standard befasst sich mit der Zeitwertermittlung sowie mit zugehörigen Anhangangaben.

  • IFRIC 20 „Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten im Tagebau“ (für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen) Die Interpretation betrifft die Bilanzierung von Kosten für Abraumbeseitigung, die in der Erschließungsphase einer Tagebergbaumine anfallen.

Die zuvor genannten Standards und Interpretationen haben nach heutigem Kenntnisstand mit Ausnahme der Änderungen des IAS 19 keine materiellen Auswirkungen auf unseren Konzernabschluss. Durch die Abschaffung der Korridormethode ab dem 1. Januar 2013 werden wir versicherungsmathematische Gewinne und Verluste zukünftig erfolgsneutral im Eigenkapital erfassen. Daraus erwarten wir eine höhere Volatilität der Pensionsverpflichtungen sowie des bilanziellen Eigenkapitals.

Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der KSB AG 9 in- und 59 ausländische Gesellschaften (Vorjahr 6 in- und 52 ausländische Gesellschaften) im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Bei diesen Gesellschaften halten wir unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte oder uns steht das Recht zu, die Mehrheit der Mitglieder der Geschäftsführung zu bestellen. Derzeit werden keine Gesellschaften nach der Equity-Methode oder nach dem Quotenverfahren konsolidiert.

Folgende Gesellschaften haben wir zum 1. Januar 2011 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:

  • Dynamik-Pumpen GmbH, Stuhr (Deutschland)

  • Elektro Berchem GmbH, Köln (Deutschland)

  • B&C Pumpenvertrieb Köln GmbH, Köln (Deutschland)

  • PUMPHUSET Sverige AB, Sollentuna (Schweden)

  • REEL s.r.l., Ponte di Nanto (Italien)

  • KSB Taiwan Co. Ltd., Taipeh (Taiwan)

  • KSB Korea Ltd., Seoul (Korea)

  • KSB Valves (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai (China)

  • Standard Alloys Incorporated, Port Arthur / Texas (USA)

Am 24. März 2011 haben wir 100 % der Anteile (= Stimmrechte) an der koreanischen Gesellschaft Seil Seres Co. Ltd., Busan, erworben und mit der neu gegründeten KSB Seil Co., Ltd., Busan, verschmolzen. Das Produktprogramm der Gesellschaft ergänzt vor allem unser Armaturenangebot für die Ausrüstung von Flüssiggastankern. Die Differenz zwischen dem Buchwert des übernommenen Vermögens und dem aus Barmitteln beglichenen Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf den Geschäfts- oder Firmenwert (22 Mio. €) sowie auf Immobilienvermögen (2 Mio. €), Kundenstamm und Auftragsbestand (jeweils 1 Mio. €).

Die Bilanz der Gesellschaft geht mit folgenden beizulegenden Zeitwerten in die Konzernbilanz ein:

Wir gehen davon aus, dass die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte vollständig beglichen werden.

Seit Übernahmezeitpunkt März 2011 trug die KSB Seil Co., Ltd., Busan, Umsatzerlöse in Höhe von 16,4 Mio. € zu den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen des Konzerns bei. Für das gesamte Geschäftsjahr hätte die KSB Seil Co., Ltd. 21,3 Mio. € Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Anteil am Konzernjahresergebnis für den ­Zeitraum der Konsolidierung betrug – 0,8 Mio. €, für das gesamte Geschäftsjahr wären es – 1,1 Mio. € gewesen.

Die anderen erstmals einbezogenen Gesellschaften wurden bereits in Vorjahren erworben oder gegründet. Dabei entsprachen bei den in früheren Jahren erworbenen Gesellschaften die ­Buchwerte nahezu vollständig den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten. Lediglich bei der Gesellschaft REEL s.r.l., Ponte di Nanto (Italien) gab es etwas größere Unterschiede (2 Mio. €) zwischen Buchwerten und Zeitwerten, die aus Immobilienvermögen resultieren. Darüber ­hinaus sind Differenzen vor allem aus der Bewertung von Kundenstamm und Auftragsbestand zu berücksichtigen. Im Rahmen der Kaufpreisallokation entstanden, basierend auf den Daten zum Erwerbszeitpunkt, somit insgesamt Auswirkungen auf den Unterschiedsbetrag in Höhe von 4.404 T€ (Vor­jahr 239 T€).

Zum 1. Januar und zum 1. April 2011 hat KSB jeweils einzelne ausgewählte Wirtschaftsgüter von der becker Elektromaschinenbau GmbH, Wiehl (Deutschland) übernommen. Damit ergänzen wir unser Produktprogramm durch Feststofftrennsysteme und die zugehörigen Serviceleistungen.

Darüber hinaus wurden drei kleinere bisher nicht konsolidierte Gesellschaften auf Unternehmen des Konsolidierungskreises verschmolzen.

Die zuvor genannten Konsolidierungskreisänderungen haben zum Konzernjahresergebnis mit rund 2 % oder 2,8 Mio. € beigetragen, davon sind
– 0,8 Mio. € der
KSB Seil Co., Ltd., Busan, zuzurechnen. Weitere Auswirkungen auf den Konzernabschluss sind bei den jeweils betroffenen Tabellen (zum Beispiel zusätzliche Spalte „31.12.2010 angepasst“ in der Darstellung der Bilanz) sowie innerhalb der Erläuterungen einzelner Positionen dargestellt.

Insgesamt hatten wir im Berichtsjahr – wie im Vorjahr – keine sukzessiven Erwerbe bei bereits konsolidierten Unternehmen zu verzeichnen. Für – wegen Unwesentlichkeit – noch nicht konsolidierte Unternehmen sind Auszahlungen in Höhe von 11.714 T€ (Vorjahr 12.906 T€) angefallen. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Neugründung einer Produktionsstätte in China, der Kapitalerhöhung einer Beteiligung in China sowie weiterer kleinerer Neugründungen in Peru, Saudi-Arabien, Kroatien, Serbien und Slowenien.

Vor dem Hintergrund unserer Konzernstrategie, die unter anderem auch darin besteht, die hohe Anzahl kleiner Gesellschaften zu größeren rechtlichen Einheiten zusammenzufassen, haben wir bereits 2009 begonnen, die entsprechenden gesellschaftsrechtlichen Veränderungen einzuleiten. Damit werden in den kommenden Jahren weitere bisher nicht konsolidierte Unternehmen in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Am 16. Februar 2012 hat KSB 80 % und somit die Mehrheit der stimmberechtigten Geschäftsanteile an der dänischen Gesellschaft T. Smedegaard A/S mit Sitz in Glostrup (Kopenhagen) gegen Barmittel erworben. Die Gesellschaft verfügt über drei Tochtergesellschaften in Taunton / Bridgwater, Großbritannien (Smedegaard Pumps Limited), Västra Frölunda, Schweden (VM Pumpar AB) und Beinwil am See, Schweiz (Smedegaard AG, Pumpen und Motorenbau). Mit der Übernahme sichert KSB ihr gebäudetechnisches Projektgeschäft im Bereich Heizung, Lüftung und Klima ab.

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung folgt der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten für die Anteile des Tochterunternehmens mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Einen aus der erstmaligen Konsolidierung entstehenden Geschäfts- oder Firmenwert bilanzieren wir gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 und 38. Er wird mit dem jeweils aktuellen Stichtagskurs bewertet, unter den Immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen und mindestens einmal jährlich einem Test der Wert­haltigkeit unterzogen. Wird hierbei eine Wertminderung festgestellt, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.

Negative Unterschiedsbeträge werden nach zuvor erfolgter kritischer Überprüfung (reassessment) ergebniswirksam erfasst.

Eigenkapitalanteile, die nicht der KSB AG zuzurechnen sind, werden unter den Anteilen anderer Gesellschafter ausgewiesen.

Alle konzerninternen Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnisse sowie Umsätze, andere Erträge und Aufwendungen werden bereinigt. Ebenso werden die in den Vorräten und im Anlagevermögen enthaltenen konzerninternen Zwischenergebnisse eliminiert.

Die Abschlüsse aller wesentlichen oder nach nationalen Vorschriften prüfungspflichtigen Unternehmen wurden von Wirtschaftsprüfern geprüft und es wurden entsprechende Vermerke erteilt. Diese Prüfung erstreckte sich auch auf die ordnungsgemäße Anpassung der Landesabschlüsse an die konzerneinheitlichen IFRS-Regelungen.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Darstellung in diesem Bericht erfolgt in T€, basierend auf den kaufmännischen Rundungsregelungen.

Die Währungsumrechnung richtet sich nach der funktionalen Währung der einbezogenen Gesellschaften. Die funktionale Währung ist wie im Vorjahr ausschließlich die jeweilige Landeswährung der Gesellschaft, da dort das Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betrieben wird.

In den einzelnen Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Bei monetären Vermögenswerten und Schulden ist für die Folgebewertung der Kurs am Bilanzstichtag maßgeblich. Die Bewertungseffekte werden erfolgswirksam verbucht.

Bei der Umrechnung der nicht in Euro aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet, die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zu Jahresdurchschnittskursen. Die daraus resultierenden Effekte weisen wir im Eigenkapital aus.

Effekte aus der Währungsumrechnung der Vermögens- und Schuldposten gegenüber der Umrechnung im Vorjahr sind ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

Die Wechselkurse unserer wichtigsten Währungen zu einem Euro betragen:

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Sie gelten für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Anschaffungskosten

Anschaffungskosten beinhalten neben dem Anschaffungspreis auch Nebenkosten (sofern es sich nicht um einen Unternehmenserwerb handelt) und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen setzen wir ab. Sollten Fremdkapitalkosten im Sinne des IAS23 anfallen, werden diese ab 2009 aktiviert. Im Geschäftsjahr sind, wie im Vorjahr, keine angefallen.

Herstellungskosten

Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungskosten die fertigungs­bezogenen Verwaltungskosten. Allgemeine Verwaltungskosten und Vertriebskosten werden nicht aktiviert. Sollten Fremdkapitalkosten im Sinne des IAS 23 anfallen, werden diese ab 2009 aktiviert. Im Geschäftsjahr sind, wie im Vorjahr, keine angefallen.

Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden setzen wir in der Konzernbilanz an, wenn KSB Vertragspartei bei einem Finanzinstrument wird und wenn mindestens eine Vertragspartei den Vertrag erfüllt hat. Sobald die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten auslaufen, werden diese ausgebucht. Finanzielle Verbindlichkeiten buchen wir dann aus, sobald die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, ausgelaufen oder aufgehoben sind. Grundsätzlich bilanzieren wir Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten, die zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen werden, mit dem Wert zum Erfüllungstag, lediglich Derivate werden mit dem Wert zum Handelstag bilanziert. Dies betrifft sowohl die sogenannten originären Finanzinstrumente wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzforderungen als auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzschulden (jeweils gegenüber fremde Dritte sowie gegenüber verbundene Unternehmen und Beteiligungen).

Derivative Finanzinstrumente, die wir zur Absicherung gegen Währungs- und Zinsänderungsrisiken einsetzen, sind ebenfalls Bestandteil der Finanzinstrumente.

Einteilung in Bewertungskategorien:

  • Financial Assets Held for Trading (FAHfT) / Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT): Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (Derivate ohne Hedge-Beziehungen)

  • Loans and Receivables (LaR): Kredite und Forderungen (Ausleihungen und originäre Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notieren)

  • Available for Sale (AfS): Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (solche, die keine Derivate sind und keiner der anderen Bewertungskategorien zugeordnet werden, wie Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen oder Wertpapiere)

  • Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC): Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet werden (Verbindlichkeiten, die nicht an aktiven Märkten notieren, wie beispielsweise Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen)

Der Kategorie „bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen“ ist kein Finanzinstrument zugeordnet.

Bei der erstmaligen Erfassung der Finanzinstrumente bilanzieren wir zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung basiert grundsätzlich auf dem beizulegenden Zeitwert. Bei Krediten und Forderungen wird die Folgebewertung stets zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode durchgeführt. Von der Fair Value Option machen wir aktuell keinen Gebrauch. Beizulegende Zeitwerte der Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens resultieren aus auf aktiven Märkten notierten Preisen am Bilanzstichtag. Bei den Derivaten mit und ohne Hedge-Beziehung erfolgt die Ermittlung des bei zulegenden Zeitwerts auf Grundlage von Inputfaktoren, die sich entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. Wir beziehen unsere Informationen ausschließlich von anerkannten externen Quellen.

Bewertungsänderungen bei der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Eine Realisierung innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt bei Veräußerung oder bei dauerhafter Wertminderung (Impairment).

Umklassifizierungen zwischen den einzelnen Bewertungskategorien haben wir – wie im Vorjahr – nicht vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte

Die Immateriellen Vermögenswerte sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die zugrunde gelegte wirtschaftliche Nutzungsdauer beträgt zwei bis fünf Jahre.

Sofern der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Liegt eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr vor, wird eine Zuschreibung bis maximal zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 30. März 2004 entstanden sind, haben wir über maximal 15 Jahre abgeschrieben. Die daraus entstandenen kumulierten Abschreibungen wurden, dem IFRS 3 folgend, zum 1. Januar 2005 mit den ­historischen Anschaffungskosten verrechnet. Seit 2005 unterliegen die Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest, planmäßige Abschreibungen ­erfolgen nicht mehr. Dieser Werthaltigkeitstest bezieht sich auf sogenannte zahlungsmittel­generierende Einheiten, die bei KSB den rechtlichen Einheiten entsprechen. Sofern der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Bis 1994 zugegangene Geschäfts- oder Firmenwerte sind mit den Gewinnrücklagen verrechnet. ­Negative Unterschiedsbeträge, die bis zum 30. März 2004 entstanden sind, haben wir ergebnis­neutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Danach entstandene negative Unterschiedsbeträge ­werden unmittelbar nach zuvor erfolgter kritischer Überprüfung (reassessment) ergebniswirksam erfasst.

Im Rahmen der Berechnung der Geschäfts- oder Firmenwerte führen wir Kaufpreisallokationen durch. Dabei bestimmen wir die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden. Neben den beim Verkäufer bereits bilanzierten Vermögenswerten und Schulden, würdigen wir auch marketingbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Marken, Wettbewerbsverbote), kundenbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Kundenlisten, Kundenbeziehungen, Auftragsbestand), vertragsbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen besonders vorteilhafte Dienst-, Werk-, Einkaufs- und Arbeitsverträge) sowie technologiebezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Patente, Know-how, Datenbanken). Für die Wertfindung bedienen wir uns ­hierbei vor allem der Residualwertmethode, der Mehrgewinnmethode sowie kostenorientierten Verfahren.

Entwicklungskosten werden als Immaterielle Vermögenswerte mit den Herstellungskosten ­aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben, sofern die in IAS 38 beschriebenen Voraussetzungen erfüllt sind. Forschungskosten werden nicht aktiviert. Können Forschungs- und ­Entwicklungskosten innerhalb eines Projektes nicht zuverlässig voneinander getrennt werden, wird von einer Aktivierung abgesehen.

Sachanlagen

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Steuerlich veranlasste Abschreibungen werden nicht angesetzt. Sofern der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.Liegt eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr vor, wird eine Zuschreibung bis maximal zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Die geltenden Regelungen zum Komponentenansatz nach IAS 16 werden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand, soweit sie Sachanlagevermögen betreffen, werden in einen passivischen Ausgleichsposten eingestellt. Dieser wird planmäßig über einen definierten Nutzungszeitraum aufgelöst. Bei den aktuell bilanzierten Zuwendungen, bei denen Haltefristen einzuhalten sind, gehen wir von einer Erfüllung dieser Fristen aus.

Instandhaltungsaufwendungen sind als Aufwand der Periode verbucht, sofern sie nicht zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen.

Folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern werden angesetzt:

wirtschaftliche nutzungsdauern

Leasing

Zu zahlende Leasingraten aus operativem Leasing werden als Aufwand der Periode, in der sie anfallen, verbucht. Bei Finanzierungs-Leasing wird der Vermögenswert zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe erfolgt eine Passivierung der Leasingverbindlichkeit. Der Vermögenswert wird planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Finanzanlagen

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen bilanzieren wir zum beizulegenden Zeitwert. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Lässt sich ein Zeitwert aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht hinreichend verlässlich bestimmen, erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten.

Vorräte

Die Vorräte sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt mittels der gewogenen Durchschnittsmethode. Den Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, tragen wir durch Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert Rechnung. Dies gilt auch für die verlustfreie Bewertung, wenn die Verkaufserlöse die Herstellungskosten zuzüglich noch anfallender Kosten nicht decken. Liegt eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr vor, erfolgt eine Zuschreibung.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen weisen wir als kurzfristige Verbindlichkeiten aus.

Fertigungsaufträge nach IAS 11

Für nach IAS 11 definierte Fertigungsaufträge wenden wir die Percentage-of-Completion-Methode (PoC) an. Der Fertigstellungsgrad ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten (ohne Materialgemeinkosten) zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten (ohne Materialgemeinkosten). Der Ausweis der anteiligen vertraglich fixierten Auftragserlöse abzüglich der darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen erfolgt – je nach Saldo – in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, oder innerhalb der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Der Periodeneffekt ist in der Gewinn- und Verlustrechnung Bestandteil der Umsatzerlöse. Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo sind in den Übrigen Rückstellungen enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte, die der Kategorie LaR zuzuordnen sind, werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Niedrig verzinsliche oder unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Darüber hinaus berücksichtigen wir mittels Wertberichtigungskonten erkennbare Risiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen sowie auf Erfahrungswerten beruhende Wertberichtigungen. Liegt eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr vor, erfolgt eine Zuschreibung.

Das Ausfallrisiko unserer Forderungen sichern wir zum Teil ab (nähere Ausführungen siehe Kapitel „Finanzwirtschaftliche Risiken – Kreditrisiko“).

Die hier enthaltenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Abgrenzungen für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, welche erst nach dem Bilanzstichtag Aufwand darstellen.

Wertpapiere

Die Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Kassen-, Bankbestände und kurzfristige Einlagen und andere hochliquide finanzielle Vermögenswerte) werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern ermitteln wir nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode (Liability-Methode) auf Basis der jeweils gültigen oder für die Zukunft beschlossenen individuellen Landessteuersätze. Somit entstehen latente Steuern grundsätzlich dann, wenn sich steuerliche Wertansätze von Wertansätzen nach IFRS unterscheiden und dies zu künftigen steuerlichen Be- oder Entlastungen führt. Weiterhin aktivieren wir latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen, sofern es hinreichend wahrscheinlich ist, dass sich diese Verlustvorträge zeitnah nutzen lassen. Zusätzlich werden latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen berücksichtigt. Latente Steuern werden nicht abgezinst. Eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern wird immer dann vorgenommen, wenn sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Sie basieren auf leistungsorientierten Altersversorgungssystemen. Die Bewertung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die nicht innerhalb eines 10 %-Korridors um den Barwert der Defined Benefit Obligation (DBO) liegen, werden über die durchschnittliche Restdienstzeit verteilt. Die versicherungsmathematischen demografischen Annahmen sowie die Festlegung des Einkommens- und Rententrends und des Zinssatzes erfolgen auf Basis bestmöglicher Schätzung. Der Zinsanteil wird als Zinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen.

KSB-Gesellschaften, die beitragsorientierte Altersversorgungssysteme nutzen, bilden keine Rückstellungen. Hier wird die Prämienzahlung unmittelbar als Aufwand für Altersversorgung im Personalaufwand der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Diese Gesellschaften haben außer der Verpflichtung zur Prämienzahlung keine weiteren Verpflichtungen.

Übrige Rückstellungen

Eine Rückstellung wird nur dann gebildet, wenn aus einem in der Vergangenheit eingetretenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Außenverpflichtung entstanden ist, der sich das Unternehmen nicht entziehen kann, und zur Erfüllung dieser Verpflichtung der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist sowie die Höhe dieser Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Aufwandsrückstellungen werden nicht bilanziert. Die Höhe der Rückstellung ermitteln wir durch bestmögliche Schätzungen. Sofern Rückgriffs- oder Erstattungsansprüche bestehen, bilanzieren wir diese getrennt und verrechnen sie nicht mit der jeweiligen Rückstellung.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden nur dann gebildet, sofern die in IAS 37 genannten Kriterien erfüllt sind.

Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, sofern dies von wesentlicher Bedeutung ist.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten, die der Kategorie FLAC zuzuordnen sind, werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente setzen wir ausschließlich zu Sicherungszwecken ein. Hierbei sichern wir sowohl bereits bilanzierte Grundgeschäfte als auch zukünftige Zahlungsströme (Cashflow-Hedge) gegen Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Bei den eingesetzten Sicherungsinstrumenten handelt es sich ausschließlich um hochwirksame Devisentermingeschäfte, Währungsoptionen und Zinsderivate von bonitätsmäßig einwandfreien Banken. Währungsrisiken sichern wir überwiegend bei Positionen in US-Dollar (USD). Zinsänderungsrisiken werden bei langfristigen, variabel verzinslichen Kreditaufnahmen minimiert. Eine Konzernrichtlinie regelt den Einsatz dieser Instrumente. Weiterhin unterliegen diese Geschäfte einer ständigen Risikokontrolle.

Marktwertänderungen von Währungsderivaten, die ein bereits bilanziertes Grundgeschäft sichern, werden, wie die Marktwertänderungen der dazugehörigen Grundgeschäfte, in der Gewinn- und Verlustrechnung ergebniswirksam erfasst.

Liegt ein Cashflow-Hedge vor, werden die Marktwertänderungen der Währungsderivate so lange im Eigenkapital ergebnisneutral erfasst, bis das dazugehörige Grundgeschäft bilanziert ist.

Marktwertänderungen von Zinsderivaten zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken von Verbindlichkeiten werden im Eigenkapital ergebnisneutral erfasst.

Die Bilanzansätze entsprechen dem beizulegenden Zeitwert und werden auf Basis von Inputfaktoren ermittelt, die sich entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) ergeben. Diese können positiv oder negativ sein. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Betrag, den wir bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag erhalten würden oder zahlen müssten. Dieser Betrag wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse, Zinssätze und Bonitäten der Vertragspartner ermittelt.

Wesentliche Ineffektivitäten sind nicht zu berichten.

Der Ausweis der Derivate erfolgt in den Anderen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie in den Sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Laufzeiten der verwendeten Währungsderivate liegen größtenteils bei ein bis zwei Jahren, die der Zinsderivate bei sechs bis zehn Jahren. Hierbei sind die Laufzeiten der Sicherungsinstrumente auf den Eintritt der künftigen Transaktionen abgestimmt. Nahezu alle abgesicherten künftigen Transaktionen trafen im Berichtsjahr wie geplant ein.

Eventualschulden (Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen)

Die nicht bilanzierten Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren mögliches Eintreten erst durch zukünftige ungewisse Ereignisse bestimmt wird. Ferner kann es sich um gegenwärtige Verpflichtungen aus Ereignissen der Vergangenheit handeln, bei denen ein Ressourcenabfluss möglich, aber nicht wahrscheinlich ist.

Die Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Erträge und Aufwendungen

Umsatzerlöse umfassen die an Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen sowie Lizenzerträge. Erlösschmälerungen mindern die Umsatzerlöse. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Waren oder Erzeugnisse geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind und somit der Gefahrenübergang auf den Abnehmer vorliegt. Die Auswirkungen aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode nach IAS11 sind ebenfalls innerhalb der Umsatzerlöse erfasst.

Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls oder mit Inanspruchnahme von Leistungen gebucht.

Einschätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen Einschätzungen und Annahmen mit Auswirkungen auf die anzuwendenden Rechnungslegungs grundsätze getroffen werden. Im Rahmen der Umsetzung dieser Rechnungslegungsgrundsätze beeinflussen Einschätzungen und Annahmen die im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie deren Darstellung. Diese Einschätzungen und Annahmen beruhen auf Erkenntnissen der Vergangenheit und verschiedener sonstiger Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von diesen Einschätzungen und Annahmen abweichen. Wir prüfen laufend die getroffenen Einschätzungen und Annahmen. Liegen neue Informationen und zusätzliche Erkenntnisse vor, erfolgen Anpassungen an die neuen Gegebenheiten. Werden Einschätzungen oder Annahmen geändert und ergeben sich hieraus wesentliche Abweichungen, werden diese gesondert erläutert.

Fristigkeiten

Als kurzfristig gilt grundsätzlich ein Zeitraum bis zu einem Jahr.

Vermögenswerte, die sich erst nach mehr als 12 Monaten realisieren lassen sowie Schulden, die erst nach mehr als 12 Monaten fällig werden, gelten ebenfalls als kurzfristig, sofern sie dem in IAS 1 definierten Geschäftszyklus zuzuordnen sind.

Vermögenswerte und Schulden, die nicht kurzfristig sind, gelten als langfristig.