KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSAUSRICHTUNG

  • Zehn KSB-Unternehmen erstmals konsolidiert
  • Weltweit 61 operative Gesellschaften
  • Vertrieb in mehr als 100 Ländern

Der KSB Konzern hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kunden weltweit mit qualitativ hochwertigen Pumpen und Armaturen sowie zugehörigen Systemen zu versorgen. Den Anwendern dieser Produkte steht darüber hinaus ein breites Serviceangebot zur Verfügung.

Im Konzern widmeten sich im Berichtsjahr 61 operative Gesellschaften in 35 Ländern diesem Geschäftszweck. 8 Konzern­gesellschaften übten eine Holdingfunktion aus.

Die KSB AG, Frankenthal, hält als Muttergesellschaft direkt oder indirekt die Anteile an den zum Konzern gehörenden ­Unternehmen. Die umsatzstärksten Gesellschaften des KSB Konzerns sind neben der KSB AG die

  • KSB S.A.S., Gennevilliers (Paris, Frankreich),
  • KSB Service GmbH, Frankenthal,
  • KSB Bombas Hidráulicas S.A., Várzea Paulista (Brasilien),
  • KSB Pumps Limited, Pimpri (Pune, Indien),
  • KSB Shanghai Pump Co. Ltd., Shanghai (China),
  • GIW Industries, Inc., Grovetown / Georgia (USA).

ORGANISATION, LEITUNG UND KONTROLLE

Die Leitung und Kontrolle des KSB Konzerns erfolgt durch den Vorstand der KSB AG. Strategie und Handlungsanweisungen des Vorstands werden in einer Organisation umgesetzt, die nach den Zuständigkeiten für Pumpen, Armaturen und ­Service gegliedert ist. Im Zentrum dieser Organisation stehen entsprechend ausgerichtete Konzernbereiche, die als Schaltstellen zwischen Vertrieb und Produktbereitstellung wirken.

Alle Organisationseinheiten orientieren sich in ihrem Handeln an der Konzernstrategie. Sie zielt auf ein nachhaltig profitables Wachstum, das mittel- und langfristig die Zukunft und finanzielle Unabhängigkeit von KSB sichert. Dem dient das Erreichen und Verteidigen einer führenden Wettbewerbs­position in attraktiven Märkten.

Die Geschäftsführung wird von einem aus zwölf Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat kontrolliert. Sechs Ratsmitglieder wählt die Hauptversammlung der Aktionäre, die übrigen sechs Mitglieder entsenden die Arbeitnehmer nach den Maßgaben des Mitbestimmungsgesetzes.

MÄRKTE UND STANDORTE

Im KSB Konzern machen Kreiselpumpen annähernd 70 % des Umsatzes aus. Sie werden ebenso wie Absperrarmaturen an Anlagenbauer, Erstausrüster und Endkunden verkauft ­sowie teilweise über Händler in den Markt gebracht. Gleiches gilt für Steuerungs-, Regelungs- und Überwachungssysteme sowie Kompaktanlagen mit Pumpen und Armaturen.

Der am besten erschlossene Absatzmarkt für diese Produkte ist Europa; hier unterhält KSB seine wichtigsten Fertigungsstätten in Deutschland und Frankreich. Das Stammwerk der KSB AG in Frankenthal ist das größte europäische Werk vor den Fertigungsstätten in Pegnitz (Bayern), Halle (Sachsen-­Anhalt) und La Roche-Chalais (Frankreich).

Den zweitwichtigsten Markt finden KSB-Produkte derzeit in der Region Asien / Pazifik, gefolgt von Amerika und der Region Mittlerer Osten / Afrika. Im außereuropäischen Raum ­liegen die größten KSB-Fertigungsstätten in Brasilien, China, Indien und den USA.

Insgesamt fertigt KSB Produkte und Komponenten in 20 Ländern; der Vertrieb erfolgt über eigene Gesellschaften und Vertretungen in mehr als 100 Staaten. Mit ihren Produkten ­bedienen die Konzerngesellschaften Kunden im verarbeitenden Gewerbe (Industrie), in der Chemie- und Petrochemie, in der Energieversorgung, im Baugewerbe, in der Herstellung und dem Betrieb von Transportmitteln (beispielsweise Schiffe und Schienenfahrzeuge), in der Wasserversorgung und Abwasser­entsorgung sowie im Bergbau. Umsatzstärkste Marktbereiche für unsere Produkte waren 2011 das verarbeitende Gewerbe und die Energieversorgung.

Gemessen am Umsatz gehört der KSB Konzern bei Kreiselpumpen zu den weltweit führenden Herstellern, als Armaturenproduzent rangieren wir unter den ersten zehn. Diese Marktstellung können wir aufgrund guter und langfristiger Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten behaupten. Auch sind hervorragend ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sowie ein hohes Qualitätsniveau unserer Produkte hierfür Grundvoraussetzung.

STEUERUNGSGRÖSSEN IM KSB KONZERN

Die aktuellen Zielgrößen für die Steuerung des Konzerns sind an der Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz orientiert sowie an der Ertragskraft, die wir in erster Linie an der Umsatzrendite vor Steuern (Return on Sales) messen.

Beim Festlegen unserer Ziele orientieren wir uns einerseits ­an der Entwicklung des Marktes sowie andererseits an der unserer ­wichtigsten Wettbewerber.

ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB UND ERLÄUTERNDER BERICHT

Nachfolgend sind unsere Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB aufgeführt und zugleich gemäß §§ 175 Abs. 2, 176 Abs. 1 AktG erläutert; dabei sind Angaben nur insoweit gemacht, wie diese für die KSB AG zutreffend sind.

Das Grundkapital der KSB AG beträgt 44,8 Mio. €. Davon entfallen 22,7 Mio. € auf 886.615 Stamm-Stückaktien und 22,1 Mio. € auf 864.712 Vorzugs-Stückaktien. Jede Stück­aktie ist am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Sie sind zum regulierten Markt zugelassen und werden im Segment „General Standard“ der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

In der Hauptversammlung der KSB AG gewährt jede Stammaktie eine Stimme. Rund 80 % der Stammaktien hält die Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, deren Geschäftsanteile mehrheitlich der KSB-Stiftung, Stuttgart, gehören. Die Vorzugsaktien sind mit einem nachzuzahlenden selbstständigen Vorzugs­gewinnanteil und einem Anspruch auf eine gestaffelte Mehrdividende ausgestattet. Detaillierte Informationen zu Grund­kapital und Aktionären mit mehr als 10 % Anteilsbesitz sind im Anhang enthalten. Den Besitzern von Vorzugsaktien steht das Stimmrecht nur in den vom Gesetz vorgeschriebenen Fällen zu. Die Ausgabe weiterer Stammaktien bedarf nicht der Zustimmung der Vorzugsaktionäre. Gleiches gilt für die Ausgabe zusätzlicher Vorzugsaktien, soweit nicht das Bezugsrecht auf vor- oder gleichrangige, neu auszugebende Vorzugsaktien ausgeschlossen ist.

Die Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 ermächtigt, bis zum 18. Mai 2015 Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 4.477.196 € zu erwerben. Der Vorstand ist ermächtigt, (1) Aktien der Gesellschaft, die aufgrund ­dieser Ermächtigung erworben wurden, über die Börse oder in anderer, das Gebot der Gleichbehandlung aller Aktionäre wahrender Weise, zu veräußern; (2) die Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des Bezugsrechts der ­Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis der ­Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung und mit gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung ist beschränkt auf die Veräußerung von Aktien, auf die insgesamt ein anteiliger Betrag von höchstens 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder, falls dieser Betrag niedriger ist, des im Zeitpunkt der Verwendung dieser Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals entfällt. Bei der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit der ­Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegeben werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen höchstens auszugeben sind; (3) die Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Dritte zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen und / oder Beteiligungen an Unternehmen sowie im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen zu veräußern oder (4) die Aktien einzuziehen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien hat die KSB AG bisher ­keinen Gebrauch gemacht.

Beschlüsse, die dem Vorstand der Gesellschaft eine Kapital­erhöhung (genehmigtes Kapital) ermöglichen, liegen nicht vor.

Die KSB AG wird von einem Vorstand geleitet, der satzungs­gemäß mit mindestens zwei Personen besetzt sein muss und im Berichtsjahr vier Personen umfasste. Über die Bestellung und Ab­berufung von Vorstandsmitgliedern entscheidet der Aufsichtsrat entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen.

Änderungen der Satzung der Gesellschaft beschließt die ­Haupt­versammlung. Sofern diese nur die sprachliche Form der ­Satzung betreffen, können sie vom Aufsichtsrat vorgenommen werden.