Unsere neue Chemiepumpen-Baureihe stellen wir 2012 auf der Messe ACHEMA erstmals einem breiteren Kundenkreis vor.

PROGNOSEBERICHT

  • Gesamtwirtschaftliche Entwicklung birgt viele Unsicherheiten
  • Wachstumschancen bei Auftragseingang und Umsatz in allen Segmenten
  • Konzernergebnis 2012 wird voraussichtlich Vorjahresniveau übertreffen

ENTWICKLUNG DER MÄRKTE UND ABSATZCHANCEN

Die Aussichten für die Weltkonjunktur haben sich bereits in der zweiten Hälfte des abgelaufenen Jahres eingetrübt. Für 2012 rechnen führende Prognoseinstitute mit einem gegenüber dem abgelaufenen Jahr deutlich geringeren Wachstum der globalen Wirtschaft.

Besonders in den europäischen Staaten hat die Schulden­krise die konjunkturellen Risiken erhöht. Verschärft sich in ­diesen Ländern die Situation der öffentlichen Haushalte, kann diese Entwicklung indirekt auch exportorientierte außer­europäische Staaten wie China betreffen.

Wegen der inflationsbedingt restriktiveren Geldpolitik wird die Wirtschaft in den meisten Schwellenländern nicht die ­gleiche Wachstumsdynamik entfalten können wie 2011. ­Außerdem ist aufgrund der Budgetprobleme mit umfang­reicheren Konjunkturförderprogrammen zur Stimulierung wachstumsschwächerer Volkswirtschaften nicht zu rechnen.

Entwicklung des bruttoinlandsprodukts (Weltweit)

Für das laufende Jahr sowie für 2013 gehen wir von einem insgesamt moderaten, aber regional unterschiedlichen Marktwachstum aus. Ein Rückfall in die Rezession ist, vor allem im europäischen Raum, nicht ausgeschlossen.

  • Pumpen

    Erfolgt im Laufe des Jahres 2012 kein Konjunktureinbruch, sehen wir im Auftragseingang für Standardpumpen einen weiteren Anstieg voraus. Dieser kann sich auf Investitionen in der Industrie und die Aktivitäten des Baugewerbes stützen. Das Wachstum wird allerdings wegen der Konjunkturentwicklung voraussichtlich nicht die hohe Steigerungsrate ­erreichen wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. In ausgewählten Ländern können aber unsere Vertriebsinitiativen im Breiten­geschäft zusätzliche Impulse für das Geschäft mit Standardpumpen geben. Darüber hinaus beginnen wir im laufenden Jahr mit der Einführung einer weiterentwickelten Chemienorm­pumpe. Diese werden wir 2012 zunächst an zwei, ab 2013 dann an drei Standorten auf jeweils verschiedenen Kontinenten fertigen.

    Voraussichtlich schwierig bleiben wird die Auftragslage für Hochdruckpumpen, wie sie vor allem in Kraftwerksprozessen zum Einsatz kommen. Hier ist ungewiss, ob der wachsende Bedarf an elektrischer Energie den Investitionsstau weltweit auflösen kann. Länder wie China und Indien werden um den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten zur Stromerzeugung nicht herumkommen. Allerdings hat sich das Preisniveau bei Kraftwerkspumpen wegen der bestehenden Überkapa­zitäten vieler Hersteller zum Nachteil der Anbieterseite entwickelt. Hier müssen wir darum die Attraktivität von Aufträgen jeweils auch an unseren Renditeerwartungen messen.

    Eine anhaltend hohe Nachfrage erwarten wir im Bergbau, in dem unter anderem unsere Pumpen für den hydraulischen Transport von Feststoffen zum Einsatz kommen. In diesem Marktbereich investieren die Betreiber von Minen in neue Anlagen und modernisieren bestehende Einrichtungen im Tagebau oder in Bergwerken. Schwerpunkte dieser Investi­tionen liegen in Südamerika und im südlichen Afrika sowie in den kanadischen Ölsandgebieten. Aber auch der Bergbau in Australien, China und Indonesien eröffnet interessante ­geschäftliche Perspektiven.

    Für Tauchpumpen, die unsere Kunden hauptsächlich für Brunnen, abwassertechnische Anlagen und die Gebäude­entwässerung benötigen, kann sich die gute Auftragsent­wicklung fortsetzen. Neue Projekte zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung hängen aber vielfach von der Investitions­bereitschaft öffentlicher Auftraggeber ab, die teilweise unter ­finanziellen Engpässen leiden. Noch unsicher ist, wie sich die Nachfrage in den nordafrikanischen Staaten entwickelt. Sobald sich die politische Lage stabilisiert, können dort aufgeschobene Projekte zur Wasserversorgung und landwirtschaftlichen Bewässerung für neue Aufträge sorgen. Dies ­betrifft beispielsweise Bestellungen von Unterwassermotorpumpen, die in Brunnenfeldern zum Einsatz kommen.

    Den Absatz solcher Pumpenaggregate, die auch für Kavernen, Bergwerke und die Hauswasserversorgung benötigt werden, forcieren wir mit speziellen Vertriebsinitiativen in perspek­tivreichen Märkten. Ein neues Anwendungsfeld für unsere Pumpen eröffnet der Bau von Offshore-Windkraftanlagen, ­zu deren Technik Kühlsysteme für Generatoren und Transformatoren gehören.

    Der Energieverbrauch von Pumpen bleibt für kostenbewusste Kunden ein wichtiges Kaufkriterium. Im Rahmen unserer Kampagne für eine höhere Energieeffizienz wollen wir mehr und mehr Anwender davon überzeugen, die nachweisbar ­hohen Einsparmöglichkeiten beim Betrieb von Pumpen zu nutzen. Entsprechend gehen wir von einem wachsenden ­Interesse der Kunden an Automationsprodukten wie Drehzahlregelsystemen, Diagnosegeräten und Hocheffizienzmotoren aus.

    Insgesamt rechnen wir bei Pumpen sowie zugehörigen Automationsgeräten damit, dass unser Auftragseingang 2012 und 2013 wächst.

  • Armaturen

    Im Geschäft mit Absperrventilen, -schiebern und -klappen ­sowie den zugehörigen Steuerungs- und Überwachungs­systemen erwarten wir ebenfalls eine Zunahme unseres Auftragsvolumens. Dies betrifft besonders das Breitengeschäft mit Standardarmaturen für industrielle und gebäudetechnische Anwendungen. In diesem werden wir unseren Marktauftritt auch in den kommenden Jahren kontinuierlich verbessern, wozu wir nicht zuletzt neue Produkte entwickeln und ­bereitstellen.

    Um den globalen Armaturenmarkt weiter zu erschließen, können wir die Möglichkeiten unserer neuen chinesischen Fabrik in Changzhou nutzen. Die dort gefertigten Niederdruckarmaturen gehen an Kunden in China, werden aber ebenso genutzt, um ausländische Märkte mit Produkten zu wettbewerbsfähigen Preisen zu versorgen.

    Eine gute Entwicklung sehen wir für den Marinemarkt in Asien voraus. Dort rechnen wir damit, wieder mehr Bestel­lungen für die Ausrüstung von Tankschiffen zu erhalten, die verflüssigtes Erdgas transportieren. Um die Werften in Korea, Japan und China mit geeigneten Tieftemperaturarmaturen ­sowie Antriebs- und Steuerungssystemen zu versorgen, nutzen wir auch die Kundenkontakte und das Programm unserer neuen koreanischen Gesellschaft KSB Seil Co., Ltd.

    In unserem Heimatmarkt Europa engagieren wir uns gezielt in Ländern, in denen ein wachsender Bedarf zu erkennen ist oder in denen wir mit Armaturen noch unterreprä­sentiert sind. Die Förderung des Breitengeschäfts mit Standardventilen, -schiebern und -klappen soll im europäischen Geschäft die anhaltend schwache Nachfrage nach Kraftwerksarmaturen ausgleichen.

    Um unsere Wachstumsziele im Armaturengeschäft zu erreichen, führen wir im laufenden und im folgenden Jahr eine Reihe anwendungsspezifischer Produkte ein. So ergänzen wir unser Programm um neue Absperrklappen für die Brandschutztechnik, Edelstahl-Schieber für Kraftwerke, Schieber, Ventile und Rückschlagklappen für Flüssiggasanlagen sowie Wärmeträger­armaturen für die Solarthermie. Hinzu kommen verbesserte elektronische Stellungsregler für Armaturen.

  • Service

    Unsere Servicezentren außerhalb Europas bauen wir weiter aus. Dort schaffen wir neue Strukturen, die unseren Kunden schnelle und kompetente Dienstleistungen sichern. Im laufenden Jahr setzen wir dabei einen Schwerpunkt in der Region Asien / Pazifik. Dort sehen wir besonders in dem weiter wachsenden chinesischen Markt gute Chancen, mit Angeboten für Wartung, Instandhaltung und Reparatur unser ­Geschäftsvolumen zu vergrößern.

    Unsere Aktivitäten werden wir auch im Bergbau verstärken, insbesondere in Australien und Indonesien. Dort besteht ­speziell für Pumpen, die Flüssigkeits-Feststoff-Gemische fördern, ein dauerhaft hoher Servicebedarf. Insgesamt wollen wir ­unser Angebot in Ländern mit intensiver Bergbautätigkeit noch verbessern.

    Eine mögliche Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen muss im Servicemarkt nicht notwendigerweise zu einem Rückgang der Aufträge führen. Dies gilt auch für die Dienstleistungen rund um Pumpen und Armaturen. Das Aufschieben von Investitionen in neue Anlagen kann ersatzweise zu einer Erhöhung der Budgets für Instandhaltungsmaßnahmen in Altanlagen führen. Insgesamt erwarten wir für 2012 ein etwa gleich hohes Wachstum im Servicegeschäft wie 2011. Auch das Geschäftsjahr 2013 lässt einen Zuwachs erwarten.

PERSPEKTIVEN DES KONZERNS UND DER REGIONEN

Die Umsetzung unserer bis ins Jahr 2018 reichenden Konzernstrategie sieht für 2012 und 2013 vor, dass wir unser Geschäft in den BRIC-Staaten und in weiteren interessanten Märkten ausbauen. Dieser Aufgabe werden sich die betroffenen Konzerngesellschaften neben dem Tagesgeschäft intensiv widmen. Einen Kernpunkt der strategischen Geschäftsentwicklung bildet die Stärkung des Breitengeschäfts mit Standardpumpen und -armaturen, für die wir aussichtsreiche ­Zielmärkte ins Visier nehmen.

Entwicklung des bruttoinlandsprodukts der BRIC-STAATEN

KSB-Pumpen mit Propellerlaufrädern (hier in der Bearbeitung) kommen weltweit im Hochwasserschutz und im Transport von Abwässern zum Einsatz.

Die aktuelle Geschäftsentwicklung ist von den eingangs ­dieses Kapitels sowie im Risikobericht beschriebenen Unsicherheiten geprägt. Sollten wirtschaftlich relevante Ereignisse die Voraussetzungen in den regionalen Märkten gravierend ändern, werden wir unsere geplanten und nachfolgend dargestellten Aktivitäten nach Möglichkeit auch kurzfristig anpassen.

  • Europa

    Für unser europäisches Geschäft erwarten wir im laufenden Jahr einen moderaten Anstieg unseres Auftragseingangs bei Standardpumpen und -armaturen. Das Breitengeschäft mit diesen Produkten wird sich 2012, unterstützt durch gezielte Vertriebsinitiativen, voraussichtlich besser entwickeln als das Projektgeschäft. Letzteres hängt noch stärker von den Finanzierungsmöglichkeiten sowie der Zuversicht der Investoren in die weitere ökonomische Entwicklung ab. Für 2013 sind wir zuversichtlich, dass sich auch das Projektgeschäft erholt.

    Insbesondere in Südeuropa ist in den kommenden beiden Jahren nicht damit zu rechnen, dass staatliche und kommunale Stellen in größerem Umfang die Finanzmittel bereit­stellen können, um neue Einrichtungen zur Wasserversorgung und Abwasser­reinigung zu schaffen. Im Bereich der Energiegewinnung ist ein restriktives Investitionsverhalten im gesamten west­europäischen Raum wahrscheinlich. Hier spielen neben finanziellen Überlegungen die noch bestehenden Unsicherheiten eine Rolle, welchen Energiemix die jeweils ­politisch Verantwortlichen anstreben.

    Demhingegen sehen wir gute Chancen im Projektgeschäft in Osteuropa. Dort beabsichtigen wir eine Gesellschaft in der ­Ukraine zu gründen. Um die Chancen des wachsenden russischen Marktes zu nutzen, eröffnen wir zwei neue Service­zentren in Moskau und St. Petersburg. Dort werden wir unseren Kunden einen erweiterten Qualitätsservice für kraftwerks- und wassertechnische Pumpen anbieten.

  • Mittlerer Osten / Afrika

    Die Unsicherheit über die weitere politische Entwicklung in Nordafrika und dem Nahen Osten hält an. Ohne neue ­dramatische Ereignisse ist aber zu erwarten, dass sich die wirtschaftliche Situation in der Region zumindest partiell stabi­lisiert. Damit verbindet sich die schon erwähnte Hoffnung, dass aufgeschobene Projekte in Nordafrika in die Phase der Auftragsvergabe kommen. Auch in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Irak stehen größere ­Aufträge zur Vergabe an. Hiervon würde unser Pumpen- und Armaturengeschäft gegebenenfalls profitieren.

    In der Region südlich der Sahara können einige Staaten mit Öl- und Rohstoffvorkommen ihr außerordentliches Wirtschaftswachstum fortsetzen. Diesen Absatzmarkt erschließen wir insbesondere über unsere südafrikanische Produktions- und Vertriebsgesellschaft in Germiston (Johannesburg), die zwei Verkaufsbüros in Ghana und Kenia unterhält. Auch in der Republik Südafrika sehen wir gute Chancen, dass unsere dortige Gesellschaft ihr Geschäft vorantreiben kann. Dafür werden wir vor Ort weitere Baureihen aus lokaler Fertigung in den Markt einführen. Zugleich erleichtern wir den Zugriff auf Erzeugnisse unseres globalen Fertigungsverbundes.

  • Asien / Pazifik

    Trotz der prognostizierten Abschwächung der Konjunktur bieten die Märkte der Region Asien / Pazifik vergleichsweise gute Absatzchancen für Pumpen, Armaturen und Serviceleistungen. In China, Indien und Indonesien rechnen wir mit Investitionen in die wasser- und abwassertechnische Infrastruktur, an denen wir partizipieren können. Gleiches gilt für Kraftwerksneubauten in den großen Schwellenländern sowie die Konstruktion neuer Flüssiggastanker in den ostasiatischen Werften. Im chinesischen Markt können internationale Aufträge für im Lande ansässige Kraftwerksbauer Chancen für den indirekten Export eröffnen. Außerdem ist in China, ebenso wie in Indien, mit dem Bau weiterer Kernkraftwerke zu rechnen.

    Neue Projekte zur Rohstoffgewinnung schaffen Möglichkeiten, unsere Feststoff- und Prozesspumpen einzusetzen. Australien und Indonesien sind Länder, in denen wir unser Geschäft mit diesen Pumpen und zugehörigen Serviceleistungen verstärken.

    Um den asiatisch-pazifischen Markt großteils aus der Region zu bedienen, nutzen wir unsere 2011 erweiterten Fertigungskapazitäten in Pimpri (Pune, Indien), Shanghai und Changzhou (China). Im laufenden Jahr werden wir außerdem unsere ­Einrichtungen in Korea, Malaysia, Thailand und Taiwan vergrößern ­sowie eine neue Gesellschaft in Vietnam gründen. Diese wird sich in den Vertrieb und die Montage sowie den Service für unsere Kunden einbringen. Darüber hinaus bauen wir speziell in China unser Vertriebs- und Händlernetz aus, um den Absatz von Standardpumpen und -armaturen im Breitengeschäft zu fördern. Auch in Bangladesh werden wir uns vertrieblich stärker engagieren.

  • Amerika

    Im amerikanischen Markt kann sich die Nachfrage in einigen wichtigen Branchen für uns günstig entwickeln. In der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung stehen in mehreren südamerikanischen Ländern sowie in Kanada neue Großprojekte zur Vergabe an. Ferner sind bedeutende Inves­titionen im Bergbau und in der Öl- und Gasgewinnung geplant. Diese ­werden entsprechend in Pumpen- und Armaturenaufträge münden. Voraussetzung dafür, dass diese Vorhaben realisiert werden, ist ein für die Anbieter von Rohstoffen und Energieträgern anhaltend attraktives Preisniveau.

    Eine eher verhaltene Nachfrage ist bei Pumpen und Arma­turen für die Kraftwerkstechnik vorauszusehen. Hier warten die Investoren, beispielsweise in den USA, noch politische Entscheidungen über die Zukunft der Energieversorgung ab. Insgesamt ist aufgrund einer sich stark verändernden Wett­bewerbsituation – insbesondere in Brasilien – mit fallenden Preisen im Projektgeschäft zu rechnen.

    Das Breitengeschäft werden wir mit Schwerpunkt im brasilianischen Markt fördern und unser Händlernetz vor Ort enger knüpfen. Gleichzeitig haben wir vor, unsere Serviceeinrichtungen auszubauen. Insgesamt gehen wir von einem ­erneuten Wachstum im Auftragseingang aus.

    Um den amerikanischen Markt schnell mit den gewünschten Produkten bedienen zu können, erweitern und modernisieren wir unsere Fertigungskapazitäten. Dies betrifft 2012 sowohl unser US-amerikanisches Werk für die Herstellung von Feststoffpumpen wie auch die brasilianische Armaturenproduktion. Für diese werden wir mit dem Bau eines Werkes in Jundiaí, rund 60 km entfernt von der Stadt São Paulo, eine neue Basis schaffen.

Finanzwirtschaftlicher Ausblick

Wie schon dargelegt, sehen wir trotz der vielfältigen konjunkturellen Unsicherheiten moderate Zuwächse im Auftrags­eingang für alle drei Segmente (Pumpen, Armaturen und Service) voraus. Dabei erwarten wir für dieses und nächstes Jahr vor allem in unserem Breitengeschäft einen positiven Verlauf, während wir im Projektgeschäft von einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld ausgehen. Mit einer Erholung rechnen wir hier erst ab 2013. Insgesamt prognostizieren wir für das laufende Geschäftsjahr und auch für das Jahr 2013 einen jeweils einstelligen prozentualen Zuwachs im Auftragseingang. Sollte es allerdings zu deutlichen Konjunktureintrübungen oder gar Rezessionstendenzen kommen, kann dies auch einen negativen Einfluss auf unser Geschäftsvolumen haben.

Beim Umsatz kalkulieren wir für 2012 in allen drei Segmenten mit Zuwächsen, die über dem Volumenanstieg des Auftragseingangs liegen; für 2013 erwarten wir eine Veränderung, die in etwa der Entwicklung bei den Bestellungen entspricht.

Auf Basis eines wachsenden Geschäfts rechnen wir in allen drei Segmenten – trotz Kostensteigerungen – mit einem Gewinnanstieg in diesem und dem nächsten Geschäftsjahr. Für 2012 streben wir an, wieder das Niveau des Jahres 2010 zu erreichen. 2013 wird der absolute Zuwachs voraussichtlich über dem des Vorjahres liegen. Würden jedoch bei einer Konjunkturabschwächung in unseren Märkten das Vergabevolumen oder die Erlösqualität abnehmen, könnte es auch zu einer Ergebnisstagnation oder gar -belastung kommen. Dann ist es nicht auszuschließen, dass wir unsere Maßnahmen zur Sicherung eines angemessenen Ertragsniveaus verstärken.

Die Ausgaben für Sachanlagen werden 2012 und 2013 voraussichtlich steigen. Aufgrund unserer nach wie vor guten ­Finanzlage ­sowie eines restriktiven Liquiditätsmanagements erwarten wir, diese Investitionen vollständig aus Eigenmitteln finanzieren zu können.

Um im Geschäft mit Pumpen, Armaturen und Serviceleistungen nachhaltig profitabel zu wachsen, führen Mitarbeiterteams in allen vier Regionen die bereits erwähnten Strategieprojekte durch. Hierzu stellen wir auch zukünftig die not­wendigen Finanzmittel und Kapazitäten bereit. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, die Ziele unserer Konzernstrategie zu ­erreichen.

Akquisitionen werden wir dann ins Auge fassen, wenn sie zu unseren strategischen Schlüsselprojekten passen und sich ­unter Berücksichtigung aller finanzwirtschaftlichen und strategischen Aspekte als sehr vorteilhaft erweisen.

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Soweit dieser Bericht zukunftsbezogene Aussagen enthält, weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ereignisse ­wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.