Für unseren Messestand erhielten wir 2011 das Zertifikat „Green Globe“. Es dokumentiert unter anderem den schonenden Umgang mit Ressourcen.

Unternehmerische Verantwortung

  • Umweltschutz in Brasilien, China und Indien gestärkt
  • Energieverbrauch weiter im Blickpunkt
  • Kontinuierliches Engagement in schulischer Bildung

KSB sieht sich in einer besonderen Verantwortung für seine Mitarbeiter sowie für Umwelt und Gesellschaft. Diese nehmen wir engagiert wahr und leisten im sozialen wie ökonomischen Umfeld unseren Beitrag zu einem funktionierenden Miteinander. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Verbesserung der Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen. Aber auch die Notlage von Menschen in anderen Regionen ist für uns immer wieder ein Anlass zum Handeln.

Seit 2010 bekennt sich KSB zu den Richtlinien des Global Compact. Dieser Pakt der Vereinten Nationen mit Unternehmen weltweit zielt darauf, ein höheres Maß an sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit zu verwirklichen. Mit ­dieser Intention haben auch wir versichert, an allen unseren Standorten die Menschenrechte zu wahren, verbindliche ­Arbeitsnormen einzuhalten, aktiv Umweltschutzmaßnahmen umzusetzen und ein integres Geschäftsverhalten zu prakti­zieren. Dabei gehen wir in unserem Anspruch und unserem Handeln über die im Global Compact formulierten Mindestanforderungen hinaus. In der Anwendung hoher ethischer Maßstäbe streben wir weitere Fortschritte an.

AUSSEREUROPÄISCHE WERKE SETZEN UMWELTSTANDARDS

Für KSB, als produzierendes Unternehmen, hat der Umweltschutz einen besonderen Stellenwert. Dies gilt sowohl für den Verbrauch von Rohstoffen und Energie als auch für die Produktionsbedingungen und die Umweltverträglichkeit unserer Erzeugnisse.

Dort, wo wir Werke neu errichten oder modernisieren, gestalten wir unsere Fertigungseinrichtungen so, dass diese Emissi­onen nach Möglichkeit vermeiden, Frischwasser sparsam ­verbrauchen sowie Mitarbeiter und Anwohner vor Lärm und Schadstoffen schützen. Dies galt 2011 vor allem für Stand­orte in Indien, China und Brasilien. Im Sinne einer ökonomischen Nachhaltigkeit bringen wir außerdem an mehreren Standorten regenerative Energien zum Einsatz.

Modellcharakter für andere KSB-Werke hat unsere Fertigungsstätte im indischen Nashik. Dort entstand 2011 eine Biogas-Anlage, mit der wir die für unsere Arbeit benötigte Energie teilweise selbst erzeugen. Weiteren Strom werden im laufenden Jahr Windkraft- und Solaranlagen liefern, mit deren Bau wir im Berichtsjahr begonnen haben. Vor Ort haben wir ­außerdem eine Regenwasser-Nutzungsanlage installiert, mit der wir jetzt nahezu das komplette Dachablaufwasser der ­Gebäude auffangen. Auf diese Weise sammeln wir jährlich mehr als 16 Millionen Liter Regenwasser, das unter anderem die sanitären Einrichtungen speist.

Eine Maßnahme, um den Wasserverbrauch zu senken, haben wir 2011 auch in unserem Pumpenwerk in Shanghai umgesetzt. Dort konnten wir die Kühlung unserer Prüffelder so um­gestalten, dass wir das Wasser jetzt – wie schon an anderen Stand­orten – in einem geschlossenen Kreislauf wiederverwenden.

2011 haben wir die Bauarbeiten in unserem neuen Armaturenwerk im chinesischen Changzhou abgeschlossen. Vor Ort ­haben wir unter anderem die Produktionsgeräusche durch ­geeignete Materialien auf ein Minimum reduziert. Die bei der Fertigung anfallenden schadstoffhaltigen Abfälle, etwa beim Lackieren unserer Erzeugnisse, führen wir einer umweltgerechten Entsorgung zu.

Als ein weiteres ökologisches Musterwerk wollen wir unsere neue Fertigungsstätte im brasilianischen Jundiaí gestalten, mit deren Errichtung wir 2011 begonnen haben. Gemeinsam mit einem externen Partner sind wir dabei, hohe Umwelt- und Arbeitsschutzstandards zu verwirklichen. Dazu gehört, die Emissionen unserer Fertigungsstätte möglichst gering zu halten sowie eine angenehme und gesundheitsschonende Umgebung für die Mitarbeiter zu schaffen. Nach Abschluss der Bauarbeiten streben wir eine ökologische Zertifizierung an.

ENERGIEMANAGEMENT FÜR DAUERHAFTE EINSPARUNGEN

Auch in Europa sehen wir noch viel Potenzial, um umweltgerecht und zugleich sparsam zu wirtschaften; dabei wollen wir uns kontinuierlich verbessern. Mit diesem Anspruch haben wir im Berichtsjahr in Deutschland und Frankreich ein Energiemanagement eingeführt. Dessen Ziel ist es, den Energieverbrauch an unseren Standorten systematisch und langfristig zu reduzieren. Ansätze dazu finden wir in der energetischen Sanierung von Gebäuden, dem Austausch ineffizienter ­Maschinen und der kritischen Überprüfung von IT-Systemen, um deren Stromverbrauch zu verbessern.

Für die deutschen Standorte haben wir zum ersten Mal einen umfassenden internen Bericht verfasst, der – über den ­Energieverbrauch hinaus – die wichtigsten umweltspezifischen Fortschritte auflistet. Indem wir diese Praxis fortsetzen, können wir unsere ökologischen Aktivitäten in Zukunft systema­tischer als bisher bewerten und interpretieren. Bereits der ­aktuelle Bericht hilft, unser Umweltmanagement punktuell zu verbessern und dort, wo wir Schwachpunkte erkennen, ­adäquate Maßnahmen einzuleiten. Das Dokument erlaubt erstmals, zuverlässige Aussagen über alle Kohlendioxid-­Emissionen zu treffen, die in unseren Fertigungsprozessen ­anfallen. Mit diesen Angaben können wir die CO2-Bilanz ­unserer Produkte erstellen, für die sich die Kunden ­zunehmend interessieren.

„GRÜNER“ MESSESTAND WELTWEIT IM EINSATZ

Umweltbewusstsein stellen wir nicht nur an den eigenen Standorten unter Beweis. Auch dort, wo wir bei nationalen und internationalen Messeveranstaltungen für unser Unternehmen werben, setzen wir Standards. Als erstes Maschinenbauunternehmen hat KSB für seinen Auftritt auf Messen im Berichtsjahr das Zertifikat „Green Globe“ erhalten. Dieses würdigt, dass wir anfallenden Müll auf ein Minimum reduzierten, hauptsächlich recyclingfähige Materialien einsetzten und nicht verbrauchte Lebensmittel Bedürftigen zukommen ließen. Mit unserem Messestandskonzept wollten wir so 2011 für den verantwortungsvollen Umgang mit Verbrauchsgütern ein Beispiel geben.

EINSATZ FÜR ENERGIEEFFIZIENTE ANLAGEN

Aus wirtschaftlichen wie ökologischen Gründen steigt die Nachfrage nach Produkten, die möglichst wenig Energie ­verbrauchen und deren Betriebskosten entsprechend geringer sind. Um die Einsparpotenziale in hydraulischen Pumpen­systemen aufzuzeigen, besuchen wir deren Betreiber auch vor Ort. Unsere Fachkräfte betrachten die gesamte Anlage, geben technische Empfehlungen und stimmen die einzelnen Komponenten so ab, dass keine Energie verschwendet wird. Da Pumpen zu den größten Stromverbrauchern gehören, helfen solche Maßnahmen nicht nur den Kunden, Kosten zu senken, sondern leisten auch einen volkswirtschaftlich relevanten ­Beitrag, den Energieverbrauch zu reduzieren.

SOZIALES ENGAGEMENT ZIELT AUF BESSERE BILDUNG

Als Unternehmen sind wir vor allem in unserem regionalen Umfeld gefordert, uns einzubringen. Dazu gehört, dass wir in Initiativen und Vereinigungen tätig sind, die auch soziale Anliegen verfolgen. Im Mittelpunkt unseres gesellschaftlichen Engagements steht die Bildung von Kindern und Jugendlichen, die wir prinzipiell als die Mitarbeiter von morgen betrachten.

Als Gründungsmitglied der „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V.“ tragen wir in Bildungspartnerschaften mit Schulen und Kindergärten dazu bei, das Interesse junger Menschen an Naturwissenschaft und Technik frühzeitig zu wecken. Für Experimente und praktische Übungen stellen wir Lernmaterial zur Verfügung und helfen Erziehern sowie Lehrern, diese zu nutzen. Außerdem fördern wir mit einem Erzählprojekt die frühkindliche Sprachentwicklung. Wir freuen uns dabei, dass sich neben unseren aktiven Mitarbeitern auch ehemalige KSB-Beschäftigte in solche Maßnahmen ­einbringen.

In Brasilien unterstützen wir seit mehr als einem Jahrzehnt ein Programm, das Jugendliche auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. An vier Standorten fördern wir mehr als 40 junge Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft nur eine geringe Schulbildung mitbringen. Die Teilnehmer an diesem Programm sammeln in unserem Unternehmen erste Berufserfahrungen und besuchen zusätzlich eine Schule. Unser Ziel ist es, diese jungen Menschen für eine berufliche Tätigkeit zu befähigen und ihnen zu ermöglichen, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.

In Asien leisten wir über den Hilfsfonds KSB CARE einen Beitrag zur schulischen Bildung von Kindern. Dazu unter­stützen wir Schulen in China, Indien, Thailand und Vietnam ­finanziell. In Myanmar ermöglichen wir über Stipendien ­Kindern aus mittellosen Familien den Schulbesuch.

Unsere Spendenaktivität haben wir vorrangig auf Initiativen und Einrichtungen für Kinder, Jugendliche sowie sozial ­Benachteiligte ausgerichtet. Allerdings reagieren wir immer wieder auch auf Katastrophensituationen, in denen die ­Opfer schnelle Hilfe benötigen. In solchen Fällen stellen wir einmalig Geld oder Sachmittel bereit, die wir in der Regel über unsere Landesgesellschaften zu den Empfängern bringen.

Besonders stolz sind wir auf das Engagement unserer Mit­arbeiter, die sich auch persönlich für in Not geratene Menschen einsetzen. Dies gilt für die Belegschaften in den jeweils ­betroffenen Ländern, aber auch für das Personal in anderen ­Regionen. So spendeten die KSB-Beschäftigten für die Opfer der Natur- und Nuklearkatastrophe in Fukushima, die von der Flut in Thailand Betroffenen sowie für die vom Hunger bedrohten Menschen in Ostafrika.

GESUNDHEITSSCHUTZ BRAUCHT PRÄVENTION

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns wichtig. Neben den arbeitsmedizinischen Kontrolluntersuchungen setzen wir auf spezielle Präventionsprogramme und Sportangebote, um die Vitalität und Arbeitskraft unserer Beschäftigten zu erhalten. Hinzu kommen Beratungsleistungen, die in schwierigen Lebenslagen, beispielsweise bei Suchtproblemen, helfen. Die gesundheitsfördernden Maßnahmen – von Grippeschutzimpfungen bis zu bezuschussten Mitgliedschaften in Sportclubs – sind nach Standorten verschieden. Sie richten sich jeweils nach dem Bedarf und den Möglichkeiten vor Ort.

Präventionsmaßnahmen erfordern Kontinuität. In Deutschland nutzen derzeit rund 400 Mitarbeiter ein seit 2010 laufendes Programm, das Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Büroarbeitern vorbeugt. Die Teilnehmer erhalten dazu per ­Internet täglich Übungsanleitungen, die sie direkt am Arbeitsplatz umsetzen können. 2011 haben wir dieses Angebot noch erweitert, sodass die Mitarbeiter jetzt zusätzlich ihre Augenmuskulatur trainieren können.

Vorbeugen soll auch ein Gesundheitsprogramm für Auszu­bildende, das wir 2011 noch stärker praktisch ausgerichtet ­haben. Mit diesem wollen wir unsere Nachwuchskräfte frühzeitig für gesundheitliche Fragen sensibilisieren. Dabei vermitteln wir ihnen Methoden, ihren beruflichen Alltag so zu gestalten, dass körperliche oder psychische Belastungen ihre Gesundheit nicht beeinträchtigen.

VERANTWORTLICH HANDELN, VERANTWORTUNG FORDERN

Im Kontakt mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, aber auch unseren Kunden dulden wir kein Fehlverhalten, beispielsweise im Sinne einer Vorteilnahme oder unzulässigen Beeinflussung. Regelkonformes Handeln unserer Mitarbeiter setzt jedoch entsprechendes Wissen voraus. Aus diesem Grund haben wir im Berichtsjahr ein E-Learning-Programm zum Einsatz im laufenden Jahr entwickelt, das rechtlich relevante Problemfelder im geschäftlichen Alltag bewusst macht. Es ­behandelt Compliance-Themen wie Korruptionsprävention und Kartellrecht.

In der Verantwortung, soziale, ökonomische und ökologische Normen zu erfüllen, sehen wir aber auch unsere Geschäftspartner. KSB hat sich als Mitglied des Global Compact verpflichtet, die Einhaltung der darin formulierten zehn Prin­zipien von seinen Geschäftspartnern ebenfalls einzufordern. Entsprechend achten unsere Einkäufer darauf, nur solche ­Lieferanten und Dienstleister zu beauftragen, die sich an ­diese grundlegenden Standards halten. Unsere Einkaufs­bedingungen haben wir daraufhin angepasst und einen Leitfaden vorbereitet, der die Erwartungen an unsere Partner in der Lieferkette erläutert.

Indem wir unsere Geschäftspartner anhalten, ethische und rechtliche Normen zu beachten, können wir über unseren ­eigenen Verantwortungsbereich hinaus beitragen, dass ökonomisches Handeln sozial verträglich und zunehmend nachhaltig erfolgt. Dabei ist es unser Anspruch, ein positives ­Beispiel zu geben.